Texte schreiben lassen. Oder: die Suche nach der perfekten Texterin
Wie läuft eigentlich die Zusammenarbeit mit einer Texterin oder einem Texter ab?
Wie viel kostet das?
Wer könnte für mich schreiben?
Lohnt es sich, für viel Geld meine Texte schreiben zu lassen?
Wenn Sie noch nie eine*n Texter*in beauftragt haben, werden Sie sich diese und andere Fragen sicherlich stellen.
Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie die Zusammenarbeit mit einer Texterin oder einem Texter abläuft und geht auf die häufigsten Fragen zum Thema ein.
Warum sollte ich meine Texte schreiben lassen?
Wenn Sie sich überlegen, Texte schreiben zu lassen, dann vermutlich aus einem (oder mehreren) dieser Gründe:
- Sie können nicht (gut genug) schreiben. Sie ringen um Worte, sind nicht glücklich mit Ihren Formulierungen, unsicher in der Orthografie oder Grammatik. Oder Sie schaffen es einfach nicht, das aufs Papier zu bringen, was Sie sagen wollen.
- Sie schreiben nicht gerne. Ihre Texte sind nicht schlecht, aber der Weg dahin ist kein angenehmer. Sie drücken sich um diese Aufgabe, weil sie einfach null Spass macht.
- Sie haben zu wenig Zeit. Auf Ihrem Tisch bzw. auf jenen Ihrer Mitarbeitenden liegt viel Arbeit. Kommt nun die Aufgabe hinzu, Texte für Marketing- oder Kommunikations-Massnahmen zu erstellen, kommen Sie ins Schleudern.
- Sie brauchen punktuell Unterstützung beim Schreiben. Im Tagesgeschäft kommen Sie gut klar, doch jetzt brauchen Sie innert kurzer Zeit viele Texte, beispielsweise für eine neue Website oder einen neuen Blog.
In all diesen Fällen lohnt es sich, mit einer oder einem Texter*in zusammenzuarbeiten. Denn Texter*innen können schreiben (na hoffentlich!), tun es gerne (das merkt man den Texten an) und haben Zeit dafür (manchmal sind sie ausgebucht, dann werden Sie an eine Kollegin oder einen Kollegen vermittelt).
Ist es nicht wahnsinnig teuer, Texte schreiben zu lassen?
Wenn Sie eine*n Texter*in damit beauftragen, für Sie in die Tasten zu greifen, dann ist das tatsächlich nicht umsonst. Ich könnte jetzt hier ein Wortspiel mit «umsonst» basteln, Ihnen von Wertschöpfung, Investitionen und dem berühmten ROI erzählen – aber das wissen Sie ja bereits.
Texte sind nicht lebensnotwendig und deshalb immer eine Frage der Kosten-Nutzen-Rechnung. Dass diese aufgeht und es sich lohnt, eine Fachperson schreiben zu lassen, davon bin ich überzeugt. Ich wäre ja auch doof, wenn ich es nicht wäre 😉
Aber nennen wir das Kind beim Namen: Professionelle Texte kosten in der Schweiz eine Stange Geld. Der durchschnittliche Stundenansatz von Texter*innen beträgt CHF 150. Je nach Umfang eines Projektes wird die Tastatur während ein paar Stunden oder oft gar Tage «malträtiert».
Jedes Projekt, jede Kundin, jeder Kunde ist anders und die folgenden Angaben sind ohne Gewähr.
Kosten für Texte:
- Texte für eine Website mit mehreren Unterseiten: ab CHF 2000
- Texte für eine einzelne Unterseite (z. B. Über mich): ab CHF 800
- Blogbeitrag oder Artikel für ein Magazin: ab CHF 500
- Lektorate und Korrektorate: ab 300 CHF
Dafür erhalten Sie aber einiges: Gute Texte rücken Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation ins rechte Licht, machen Sie sichtbar, erzählen, was Sie ausmacht, informieren über Ihr Angebot, machen die Zielgruppe auf Sie aufmerksam, beantworten Fragen, heben Sie von der Konkurrenz ab, machen Sie einzigartig …
Von wem soll ich meine Texte schreiben lassen?
Es gibt sehr viele Menschen, die auf Auftrag Texte schreiben. Es gibt Werbetexter, Journalistinnen, Autoren, Redakteurinnen, Copywriter, Bloggerinnen, SEO-Texter und vieles mehr.
Je nachdem, was Sie benötigen, müssen Sie die richtige Person auswählen. Gar nicht so einfach, wenn Sie nicht vom Fach sind. Schauen Sie, welche Projekte der*die Texter*in bisher umgesetzt hat und fragen Sie sich, ob Ihr Projekt vergleichbar ist.
Fragen Sie sich, was Sie brauchen – Texte für Websites, Flyer oder Inserate, Blogbeiträge, Artikel für eine Zeitung oder ein Magazin, Pressemitteilungen etc. – und wählen Sie die Person, die das anbietet und kann. Viele Texter*innen bieten mehrere Leistungen an, die wenigsten können alles.
Fragen Sie in Ihrem Netzwerk, ob jemand eine*n gute*n Texter*in kennt, machen Sie eine Internet-Recherche, schauen Sie auf Social Media und in Berufsverbänden, wie z. B. dem Textverband. Sprechen Sie jene Personen an, die Ihnen gefallen. Die meisten Texterinnen bieten ein kostenloses Erstgespräch an, bei dem Sie herausfinden, ob es passt.
Ist Ihnen die gewählte Person sympathisch? Gefällt Ihnen der Schreibstil? Passen Ihre Budgetvorstellungen und eine allfällige Offerte zusammen?
Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Die meisten meiner Projekte laufen in etwa nach dem folgenden Schema ab. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass es bei allen anderen Texter*innen auch so ist, gehe aber stark davon aus, dass sich das nicht elementar unterscheidet.
Erstgespräch
In einem kurzen Telefonat schildern Sie Ihre Ausgangslage und Wünsche. Die Texterin informiert Sie über ihre Arbeitsweise, Kapazitäten, Konditionen und besonderen Fähigkeiten. Dieses erste Gespräch ist oft kostenlos.
Offerte
Passt das Grundlegende, erstellt Ihr Texter eine Offerte. Er wird dafür allenfalls noch weitere Informationen von Ihnen verlangen. In der Offerte wird dargelegt, was wie viel kostet und welche Leistungen Sie erhalten. Manchmal ist in der Offerte auch schon eine Zeitplanung inkludiert.
Einarbeitung und Recherche
Je nach Projekt wird die Texterin nun selbstständig oder mit Ihrer Hilfe die Grundlagen für die Texte schaffen. Wenn ich beispielsweise Texte für eine Unternehmenswebsite schreibe, dann treffe ich mich persönlich oder virtuell mit der Kundin oder dem Kunden und löchere sie mit Fragen zum Unternehmen und zur Zielgruppe.
Schreiben
Wenn Ihr Texter alles Notwenige weiss, wird er sich ans Schreiben machen. In dieser Zeit braucht er Sie nicht, dafür aber viel Schlaf, Sonne und Kaffee 😉 Wenn er mit seinem Werk zufrieden ist und/oder (haha) die Deadline erreicht ist, liefert er Ihnen die Texte aus.
Korrekturrunde
Die Texterin schreibt in Ihrem Namen und deshalb müssen Sie hinter den Texten stehen können. Nehmen Sie Korrekturen vor, stellen Sie Rückfragen, das ist Ihr gutes Recht. Eine professionelle Texterin hat diese Korrekturschleife in der Offerte bereits inkludiert und Zeit dafür eingeplant.
Wenn Sie allerdings alles über den Haufen schmeissen, dann ist das für beide Parteien unschön. Ist mir zum Glück noch nie passiert und ich kann mit Stolz behaupten, dass bisher fast alle meine Kunden nur wenige Korrekturen gewünscht haben (yay!)
Abnahme und Bezahlung
Wenn die Korrekturen umgesetzt sind, erhalten Sie die fertigen Texte und dürfen diese nutzen. Achtung: Bei den meisten Textern ist es so, dass Sie die Nutzungsrechte für eine bestimmte Art der Nutzung erwerben. Sie dürfen also zum Beispiel Texte, die für Ihre Website bestimmt sind, nicht einfach für weitere Kommunikationsmittel benutzen. Umgekehrt darf der Texter die für Sie geschriebenen Texte nicht einfach an jemand anderen verkaufen.
Texte schreiben lassen – auch etwas für Sie?
Sie sehen, es nicht kompliziert, Texte schreiben zu lassen. Ja, es ist nicht ganz gratis, lohnt sich aber auf jeden Fall. Wichtig ist, dass Sie einen Profi beauftragen, die Sympathie stimmt und die Erwartungshaltung auf beiden Seiten von Anfang an klar ist.
Manchmal ist es tatsächlich so, dass das Geld für Texte gerade nicht vorhanden ist, das Bedürfnis aber da. In diesem Fall lassen die meisten Texterinnen mit sich reden. Vielleicht können Sie selber schreiben und lassen die Texte überarbeiten. Oder Sie vereinbaren eine Ratenzahlung. Viele Texter*innen – auch ich – bieten auch Schreibkurse oder Coachings an.
Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Unterstützung bei Ihren Texten brauchen. Ich freue mich auf Sie.