Ratgeber, Blogs, Magazine: Lebendige und informative Beiträge schreiben
Kommunikation ist für Organisationen und Unternehmen wichtig: Sie wollen informieren, Einblick geben, in einen Dialog kommen, Wissen teilen. Blogs, Ratgeber und Magazine sind dabei (zumindest teilweise) die Mittel der Wahl.
Diese wollen mit Beiträgen gefüllt werden. Wollen Sie lebendige und informative Beiträge für Ihre Publikationen schreiben? Dann lesen Sie weiter.
Warum ich weiss, was ich erkläre
Das ist der fünfzigste Beitrag, den ich in diesem Jahr schreibe. 49 Artikel habe ich bereits verfasst, die meisten davon für Blogs, Onlinemagazine und Kundenmagazine meiner Kundschaft. Ein paar wenige für meine eigenen Blogs.
Ich habe über Whiskyherstellung, süditalienische Städte, Freiwilligenarbeit, spielerisches Lernen, Klimawandelworkshops, Experimente im Kindergarten, Bitterliköre, modernen Sportunterricht und vieles mehr geschrieben.
Ein gutes Briefing oder Konzept als Startpunkt
Ich schreibe selten einfach drauflos. Weil ich aus Erfahrung weiss, dass diese Texte selten was werden (Ausnahmen sind Kolumnen). Viel besser ist es, einen Beitrag mit einem Konzept oder einem Briefing zu starten.
In diesem ist grob festgelegt, worum es im Beitrag gehen soll, an wen er sich richtet, wie lang er werden soll und welche Fragen er beantworten soll. Ich lege im Konzept auch direkt einen Zeitplan fest und überlege mir mögliche Gesprächspartner*innen.
Recherche ist alles
Um informative Beiträge zu schreiben, muss man sich selber informieren. Deshalb plane ich genügend Zeit für die Recherche ein. Wie diese aussieht und wie umfangreich sie ist, hängt vom Artikel ab. Diese Möglichkeiten nutze ich:
- Internetrecherche: Über Google oder Ecosia, einzelne Website und teilweise Social Media suche ich mir Informationen zum Thema zusammen. Damit ich die Quellen auch später noch finde, speichere ich URLs ab und notiere mir kurz die wichtigsten Punkte.
- ChatGPT: Zum Schreiben nutze ich KI eher weniger, bei der Recherche lasse ich mich aber gerne von ihr unterstützen. Ich frage ChatGPT, welche Aspekte bei einem Thema wichtig sein können, frage nach relevanten Websites und lasse mir Dinge zusammenfassen. Wichtig ist mir, alle Aussagen der KI gut zu prüfen, denn manchmal erzählt der Chat einiges an Mist.
- Fachliteratur: Je nach Thema greife ich auf Fachliteratur zurück. Auch diese finde ich oft online, in Form von PDFs (Studien, Anleitungen etc.).
- Gespräche: Bei ganz vielen Themen gibt es Menschen, die darüber mehr wissen als ich. Deshalb frage ich gerne und oft an, ob mir jemand mehr über «sein*ihr» Thema erzählen möchte. Da kann via Zoom oder Teams passieren oder im persönlichen Gespräch. Unabdingbar sind Gespräche, wenn ich Erfahrungsberichte, Porträts oder natürlich Interviews schreibe.
- Vor-Ort-Termine: Reportagen bedingen einen Besuch am Ort des Geschehens. Ich war schon im Kindergarten, im Sportunterricht, im DaZ-Kurs, an Generalversammlungen und an anderen Veranstaltungen. Mit dabei sind Aufnahmegerät, um Stimmen einzufangen, Notizblock und Stifte, um ganz viel aufzuschreiben, manchmal auch eine Kamera, um einige Bilder zu schiessen.
Den Aufbau skizzieren – das Gerüst für den Beitrag
Wenn ich genügend Infos für einen Beitrag zusammenhabe, starte ich mit dem Schreiben. Basierend auf dem Konzept skizziere ich den Aufbau des Textes: Was kommt in die Einleitung, welche Kapitel oder Abschnitte soll es geben, was ist der rote Faden, was die Hauptbotschaft?
Meist schreibe ich schon erste Zwischentitel, diese überarbeite ich dann, wenn der Text einigermassen rund ist.
Wissen und Informationen integrieren
Danach fülle ich alle Infos, die ich in der Recherche gesammelt habe, in die angedachten Abschnitte. Meist formuliere ich schon ganze Sätze, teilweise sind es nur Stichworte. Manchmal lasse ich mir von KI helfen und bitte sie, meine Rechercheergebnisse zusammenzufassen oder aus Stichworten ganze Sätze zu machen.
Bisweilen merke ich in diesem Schritt, dass der angedachte Aufbau noch nicht ganz funktioniert und schleife noch einmal daran.
Text schreiben, überarbeiten, schreiben, kürzen, schreiben
Wenn soweit alles steht, geht es ans Schönschreiben und Formulieren. In diesem Schritt entsteht der finale Text, meist in mehreren Runden. Den ersten groben Entwurf lasse ich meist einige Tagen liegen, dann überarbeite ich ihn, kürze und streiche, schreibe weiter und komme so zum fertigen Text.
Damit die Texte angenehm zu lesen sind, achte ich auf die Zielgruppenansprache, auf Verständlichkeit und darauf, Besonderes, Überraschendes und Unerwartetes einfliessen zu lassen. So entsteht ein einzigartiger Beitrag, der für die definierte Zielgruppe echten Mehrwert bietet.
Falls Sie Unterstützung beim Schreiben Ihrer Beiträge benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung – als Schreibcoach, Texterin oder Lektorin. Kontaktieren Sie mich unter hallo@abcwerk.ch.